Walnüsse Trocknen

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  • Durch Stefan
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Walnüsse Trocknen

Walnüsse trocknen

Ob als purer Snack zwischendurch oder als Zutat für köstliche Gerichte, getrocknete Walnüsse bereichern die tägliche Ernährung mit ihrem einzigartigem Geschmack und punkten darüber hinaus mit einer Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen. Wer Walnüsse aus dem eigenen Garten selbst trocknen und lagern möchte, sollte für den vollen Genuss jedoch einiges beachten. Die wichtigsten Tipps vom Sammeln bis zur endgültigen Lagerung sind im Folgenden zusammengefasst.

 

Schritt 1: Walnüsse sammeln

Bei der Ernte eines Walnussbaums gilt es zunächst, einen zentralen Unterschied zu klassischen Obstbäumen zu beachten: Die Nüsse werden nicht abgepflückt, sondern ausschließlich vom Boden aufgehoben. Bei diesem Vorgehen macht man sich natürliche Abläufe zunutze. Sobald sie erntereif sind, lösen sich Walnüsse nämlich von ganz alleine aus ihrer Außenhülle, fallen herunter - und können dann im garantiert optimalen Reifungszustand eingesammelt werden. Ein zusätzlicher Tipp für das komfortable Sammeln: Ist der Rasen unter dem Walnussbaum kurz geschnitten, lassen sich die Nüsse bequem auflesen.

 

Schritt 2: Regelmäßig sammeln

Die Walnüsse an einem Baum sind selbstverständlich nicht alle an einem Tag reif. Um Eichhörnchen und Co keine Chance zu geben sowie der Bildung von Schimmelpilzen vorzubeugen, sollten die Nüsse in der Erntezeit von September bis Ende Oktober daher wenn möglich täglich eingesammelt werden. Bei frühen Kälteeinbrüchen sind dabei Bedenken überflüssig: Walnüsse überstehen den Frost unter ihrer dicken Schale ohne Probleme.

 

Schritt 3: Walnüsse für das Trocknen vorbereiten

Bevor die Walnüsse an einen geeigneten Platz zum Trocknen gebracht werden, ist eine sorgfältige Inspektion der einzelnen Nüsse anzuraten. Zunächst werden dafür alle Walnüsse von etwaigen Resten der Außenhüllen befreit. Diese Maßnahme beugt dem Verfaulen vor. Am besten werden dabei Handschuhe verwendet, um hartnäckigen Verfärbungen der Finger vorzubeugen. Unbedingt zu vermeiden ist hingegen die Reinigung mit Wasser, da die Feuchtigkeit in die Schalen einzieht und Schimmel verursachen kann.
Alle Nüsse sind von der Schale befreit und im Sinne des bestmöglichen Gesundheitsprophylaxe garantiert schimmelfrei? Dann wird es Zeit, den richtigen Platz zum Trocknen zu suchen.

 

Schritt 3: Walnüsse zum Trocknen ausbreiten

Walnüsse sollten zunächst grundsätzlich einlagig, das heißt nicht übereinander, getrocknet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass zwischen den einzelnen Nüssen ausreichend Platz bleibt, sodass während des Trocknens jede Berührung verhindert wird. Um diese Bedingungen zu gewährleisten, können mit Draht bespannte Holzrahmen verwendet werden, die speziell für das Trocknen von Nüssen konzipiert wurden. Eine kostengünstige Alternative stellen mit Zeitungspapier ausgelegte Obstkisten, Roste oder Siebe dar, mit denen die separierte Position jeder Nuss ebenfalls gewährleistet ist.
Bei der Wahl eines geeigneten Ortes für die Trocknung sollten schließlich die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit Beachtung finden. Etwa 22 bis 25° C bei guter Durchlüftung, Dunkelheit und geringer Feuchte gelten als ideal. Sollten die Temperaturen es zulassen, ist zeitweise auch eine Trocknung im Freien möglich.
Nicht zu empfehlen ist hingegen das Trocknen im Backofen, da Walnüsse ab einer Temperatur von circa 28° C ranzig werden können.

 

Schritt 4: Das Trocknen begleiten

Liegen die Walnüsse am vorbereiteten Platz, ist ein wenig Geduld gefragt.
Für das vollständige Trocknen müssen circa vier bis sechs Wochen eingeplant werden. Dass die Nüsse ausreichend getrocknet sind, lässt sich dabei über das Gewicht feststellen: Sie sollten etwa 50% an Gewicht verloren haben, bevor sie eingelagert werden.
Um das gleichmäßige Trocknen zu fördern, empfiehlt sich von Zeit zu Zeit das Wenden der Walnüsse. Zudem sollten Nüsse mit geöffneter Schale umgehend entsorgt werden.

 

Schritt 5: Walnüsse einlagern

Genau wie beim Trocknen spielen auch bei der endgültigen Lagerung Temperatur, Feuchte und Aufbewahrung eine entscheidende Rolle. Infrage kommen alle Räume, in denen es kühl und trocken ist sowie eine geringe Luftfeuchtigkeit herrscht. In den meisten Haushalten erfüllt der Keller diese Voraussetzungen optimal. Bezüglich der verwendeten Gefäße sind wiederum verschiedene Alternativen denkbar. Neben Netzen oder Säcken, die an die Decke gehängt werden können, kommen alle Materialien in Betracht, die der Feuchtigkeitsbildung im Inneren wirksam vorbeugen. All diese Maßnahmen verhindern, dass sich gesundheitsschädliche Pilzsporen, die zudem den Geschmack der Walnüsse beeinträchtigen, breitmachen. Plastiktüten zur Aufbewahrung sollten daher ebenso vermieden werden wie eine Lagerung in geheizten Räumen.

 

Alternative zur trockenen Lagerung

Sollten die Möglichkeiten zur richtigen Lagerung fehlen, lässt sich dieses Problem mit einem einfachen Trick lösen. Walnüsse können bei Bedarf nach der Trocknung auch bedenkenlos eingefroren werden. Luftdicht verpackt halten sie sich etwa ein Jahr. Um das spätere Auftauen zu erleichtern, bietet sich das portionsweise Einfrieren an.

 

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