Trockenobst

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  • Durch Stefan
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Trockenobst

Trockenobst-Süßes gefährliches Obst?

Trockenobst–die Meinungen darüber sind sehr verschieden. Die einen behaupten es handle sich dabei um gesunde und nahrhafte Snacks, andere dagegen beharren auf der Meinung, dass Trockenobst genauso ungesund wie Süßigkeiten sein kann. Um herauszufinden wie gesund oder ungesund Trockenobst tatsächlich ist, sollten man zuerst definieren was Trockenobst denn tatsächlich ist, welche Nährstoffe dieses enthält, wie hoch der Kalorienanteil dabei aufzusetzen ist, und vieles Weitere mehr.


Was muss man sich unter Trockenobst vorstellen?

Durch ein Trocknungsverfahren wird klein geschnittenem Obst der Großteil seines Wassergehalts entzogen. Während dieses Prozesses verliert die Frucht Einiges von seinem Volumen. Am häufigsten kommen dabei folgende Obstsorten zum Einsatz: Rosinen, Pflaumen, Datteln, Aprikosen und Datteln. Andere Obstsorten werden häufig nicht nur getrocknet, sondern zusätzlich kandiert, das bedeutet also mit Zucker überzogen. Hierzu zählen Äpfel, Ananas, Bananen und Mangos. Die Vorteile bei Trockenobst sprechen für sich. Denn dieses kann länger gelagert werden, ohne zu verderben. Vor allem für Unterwegs bietet das Trockenobst eine praktische Alternative gegenüber frischem Obst. Denn es nimmt weniger Platz ein, hält länger frisch und kann satt machen.

Insgesamt enthält Trockenobst nach dem Trocknungsprozess etwa 30 Prozent an Feuchtigkeit des frischen Obstes; die Nährstoffe bleiben weitgehend erhalten. Aus diesem Grund schmecken Trockenfrüchte im Gegensatz zu frischem Obst so süß und intensiv; denn beim Trocknen wird der Geschmack konzentriert.


Inhaltsstoffe von Trockenobst

Doch wie sieht es mit den Inhaltsstoffen aus? Wie viele bleiben nach dem Trocknungsprozess übrig? Dass Trockenobst sehr nahrhaft ist und sich deshalb hervorragend als Snack eignet ist nichts Neues. Im Allgemeinen heißt es, dass Trockenobst genauso viel Nährstoffe enthält wie frisches Obst, diese Nährstoffe allerdings in einem viel kleineren Kraftpaket verpackt sind. Bereits eine kleine Portion an Trockenobst kann deshalb einen großen Prozentsatz der empfohlenen Tagesdosis an Mineralstoffen und Vitaminen enthalten. Doch Vorsicht: Beim Trocknungsprozess verliert das Obst Einiges an seinem Vitamin – C Gehalt. Die Menge wird reduziert und enthält somit weniger von dem wertvollen Stoff als frisches Obst. Denn das Vitamin C ist als hitze – und lichtempfindliches Vitamin bekannt. Aus diesem Grund sollte der Tagesbedarf an Vitamin C durch andere Lebensmittel wie zum Beispiel Beeren oder Zitrusfrüchte gedeckt werden. Auch die Folsäure geht durch das Dörren verloren.
Nach dem Dörren bleiben wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalium, Phosphor und wichtige Vitamine erhalten. Auch die sekundären Pflanzenstoffe bleiben nach dem Trockenvorgang im Obst.


Das Trockenobst und die Gesundheit

Studien zeigen, dass Menschen die Trockenobst zu sich nehmen, weniger von Übergewicht betroffen sind. Darüberhinaus sollen diese Menschen mehr Nährstoffe zu sich nehmen. Allerdings unterliegen die Studien weiteren Forschungen, die genau aufzeigen sollen wie sich Trockenobst auf die Gesundheit auswirkt.


Nachgewiesen ist allerdings, dass Trockenobst für die sich förderlich auf den Verdauungstrakt auswirkt. Der hohe Ballaststoffgehalt des Trockenobstes hilft dabei die Darmtätigkeit zu optimieren. Sollte zu viel Trockenobst konsumiert werden, kann das den gegenteiligen Effekt erzeugen: der Darmtrakt funktioniert nicht mehr. Blähungen und Durchfälle sind die Folge.

Auch der hohe Kaloriengehalt hinterlässt einen negativen Eindruck in Sachen Trockenobst und Gesundheit. Das einzige was sich beim Dörren verflüchtigt ist der Wassergehalt des Obstes nicht jedoch der Zucker. Etwa 50 bis 70 Prozent des Trockenobsts besteht aus reinem Zucker. Satt wird man indem man ein großes Volumen an Nahrung zu sich nimmt. Das bedeutet: Während eine frische Aprikose etwa drei Mal so groß ist wie eine Trockene, so nimmt eine Trockene auch viel weniger Platz im Magen ein. Das Sättigungsgefühl setzt deshalb viel langsamer ein. Um das Hungergefühl zu stillen, ist eine doppelt oder drei Mal so große Menge an Trockenobst notwendig als an frischem Obst. Etwa zwei bis drei trockene Aprikosen sättigen den Magen genauso wie eine frische. Aus diesem Grund sollte Trockenobst nur in sehr geringen Mengen gegessen werden. Fünf Aprikosen am Tag sind deshalb zu viel. Eine kleine Menge an Trockenobst kann aber dennoch sinnvoll sein. Den Magen mit Hilfe von Wasser austricksen funktioniert in diesem Fall nicht. Es kann leider kein Sättigungseffekt erzielt werden, denn das Wasser bleibt nicht im Magen sondern wandert schnell weiter, da es nicht wie im frischem Obst an Zellen gebunden ist. Wer auf der Suche nach einem Abnahmemittel ist sollte deshalb lieber zu frischem Obst greifen.

Der hohe Zuckergehalt birgt eine weitere Gefahr: Karies. Nach der Einnahme von Trockenobst sollten am besten die Zähne geputzt werden, denn bei Trockenobst ist das Kariespotential besonders hoch.


Wer sollte auf keinen Fall Trockenobst essen?

Insbesondere Allergiker sollten sie Hände von Trockenobst nehmen. Denn dieses wird häufig mit Schwefeldioxid und verschiedenen anderen Konservierungsmittel behandelt, um die Farbe und Frische länger erhalten zu können. Mikroorganismen können sich so nicht mehr vermehren. Allergiker und Asthmatiker sowie zu allergischen Reaktionen neigende Menschen können durch das Schwefeldioxid gefährdet werden. Das Schwefel ruft in vielen Fällen neben Juckreiz, Fließschnupfen, Nesselsucht und weitere allergische Anfälle hervorrufen. Zwar treten diese Reaktionen selten auf, können sie dennoch gefährlich sein.

Aber auch Menschen mit Nierenproblemen sollten auf Trockenfrüchte verzichten. Der hohe Kaliumgehalt kann für Dialyse – Patienten gefährlich werden. Menschen die an Fruktosemalsabsorption leiden, der sogenannten Frktoseintoleranz, sollten genauso auf Trockenfrüchte verzichten, da diese einen sehr hohen Gehalt an Fruchtzucker aufweisen.


Kandiertes Trockenobst

Um Trockenobst zu verfeinern und geschmacklich aufzuwerten wird dieses häufig vor dem Dörren zusätzlich mit Zucker oder Sirup behandelt. So stellt sich heraus, dass dieses Obst nach dem Trocknen einen noch höheren Zuckergehalt aufweist als ungesüßtes Trockenobst. Der erhöhte Zuckergehalt im Dörrobst kann gefährlich sein. Dieser kann ein erhöhtes Risiko für Krebs und Herzkrankheiten darstellen. Deshalb sollte vor dem Kauf immer darauf geachtet werden, ob Zusätze im Trockenobst vorhanden sind oder nicht.


Zuckergehalt von Trockenobst

Folgendes Trockenobst enthält viel Zucker: Rosinen 59%, Feigen 48%, Datteln 64–66%, Pflaumen 38%, Aprikosen 53%.
20 bis 51% Prozent des enthaltenen Zuckeranteils ist Fruktosezucker. Zu viel Fruktose hat allerdings negative Auswirkungen für die Gesundheit. Das Risiko für Diabetes Typ – 2 sowie Übergewicht sowie Herzerkrankungen steigt erheblich je mehr Trockenobst zu sich genommen wird.
Bereits 30 Gramm Rosinen enthalten 84 Kalorien, die beinahe nur aus Zucker bestehen. Allerdings bemerkt man bei der kleinen Menge des süßen Trockenobstes nicht, dass man zu viel davon ist.


Sulfite und Trockenobst

Neben Schwefeldioxid werden vermehrt Trockenfrüchte mit Sulfiten bearbeitet, um das Obst vor Verfärbungen zu schützen. Aprikosen und Rosinen sind besonders häufig betroffen. Menschen reagieren auf Sulfite neben Hausausschlägen mit Magenkrämpfen. Asthma – Attacken, und anderen allergischen Reaktionen. Deshalb sollte man lieber zu gräulich oder bräunlich aussehendem Trockenobst greifen. Denn dieses ist unbehandelt – sieht zwar weniger attraktiv aus, schmeckt aber genauso gut und ist besser für die Gesundheit.


Fazit–Wie gesund ist Trockenobst?

Trockenobst ist auf jeden Fall gesünder als Chips, Schokolade und Co. und dient deshalb hervorragend als gesunder Ersatz dieser Snacks. Denn Trockenobst enthält kein Fett, dafür aber umso mehr Nährstoffe. Frisches Obst kann damit allerdings nicht ersetzt werden. Insbesondere Allergiker und Menschen mit Fruktoseintoleranz sollte auf Trockenobst verzichten. Auch Diabetiker oder Übergewichtige sollten lieber zu frischem Obst statt zu Trockenobst greifen, denn der erhöhte Zuckergehalt stellt ein erhebliches Problem dar. Um ein Sättigungsgefühl zu erhalten, ist doppelt so viel Trockenobst wie frisches Obst notwendig. So nimmt man viel mehr Zucker zu sich al notwendig. Vitamine Nährstoffe und Co. sind nach dem Dörrvorgang noch immer im Obst vorhanden. Lediglich das hitze - und lichtempfindliche Vitamin C verflüchtigt sich beim Trocknen.


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