Nüsse gesund?

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Nüsse gesund?

Sind Nüsse gesund?

Nüsse wie Pekannüsse, Paranüsse, Coconut und Macadamia haben längst Einzug in Küchen gehalten. Immer mehr Menschen schätzen ihre gesunden Eigenschaften. Doch wie gesund sind Nüsse wirklich? Dieser Artikel liefert sämtliche Informationen über beliebte und exotische Nusssorten, wie z. B. Cashewkerne, Haselnüsse sowie Walnuss, Pistazien und weitere Sorten.

Nüsse zählen im Regelfall zu den sogenannten Nussfrüchten. Dabei handelt es sich um einen Samen, der von einer verholzten, dreischichtigen Fruchtwand umschlossen ist. Ebenso kommt Schalenobst in Frage. Dieses bezeichnet für gewöhnlich genießbare Kerne – und Nüsse. Diese gehören den Obstsorten an und verfügen in dem Sinne über eine harte, oftmals holzige Schale. Beliebte Sorten wie die Cashewnuss, Pekannuss, Kokosnuss, Paranuss und Mandel zählen übrigens gemäß der Botanik nicht zu den Nüssen. Hierbei handelt es sich vielmehr um Steinfrüchte, Kapselfrüchte (Paranuss) oder einer sogenannten Scheinfrucht (Cashewnuss). Generell gelten Nüsse als gesunde, fettreiche Energielieferanten für den Körper. Sie sind demnach gut für die Herzfunktion und den Cholesterinspiegel. Gleichzeitig fördern sie aufgrund ihrer Inhaltsstoffe die Konzentration.

Cashewkerne

Nerven wie Drahtseile, einen messerscharfen Verstand und dabei auch noch glücklich sein? Das fördern Cashews. Die Kerne der Cashewnuss bieten einen hohen Anteil an Eisen, Eiweiß, Kalium, Magnesium sowie B-Vitamine. Zusammen mit den ungesättigten Fettsäuren sind Cashewkerne deshalb sehr gut für die Leistung des Gehirns. Insbesondere Magnesium und B-Vitamine stärken die Nerven. Die B-Vitamine wirken gegen Vergesslichkeit und Zerstreutheit ebenso wie gegen Migräne.

Zusätzlich lassen sich durch den Genuss der Kerne Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorbeugen. Cashewkerne enthalten zudem besonders viel L-Tryptophan. Das L-Tryptophan wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend. Damit zählen Cashewkerne als hilfreiche Nahrungsmittel im Kampf gegen Depressionen, Schlaflosigkeit sowie Viruserkrankungen.

Der Cashewbaum ist für die Ureinwohner Brasiliens ein Gewächs mit heilenden Kräften. Die Einwohner nutzen beispielsweise die Rinde und Blätter des Baumes gegen Durchfall oder Zahnfleischentzündungen. Die Cashewkerne unterscheiden sich von anderen Nusssorten, da sie keineswegs im Inneren einer Schale wachsen. Stattdessen befindet sich der Cashewkern unterhalb von dem sogenannten Cashewapfel, der eine Scheinfrucht darstellt. Der als Cashewnuss bezeichnete Teil der Frucht zählt zu der Gruppe der Steinfrüchte.

Coconut

Die Kokosnuss ist eine Tropenfrucht. Sie unterscheidet sich vor allem aufgrund ihrer Größe von anderen Nusssorten. Dabei ist die Kokosnuss von einer wasserdichten Haut umgeben, ehe Fasern und die Schale folgen. Unterhalb der harten Schale befindet sich eine zarte braune Schicht, die das nahrhafte Kokosfleisch und das Kokoswasser umschließen.

Die Kokosnuss ist reich an Ballaststoffen und gesunden Fetten. Insbesondere die enthaltenen Fettsäuren gelten als hilfreich bei der Gewichtsreduktion. Sie beugen Heißhunger vor. Gleichzeitig ist bewiesen worden, dass sich mithilfe von Kokosnüssen Cholesterinwerte senken lassen. Daneben verfügt die Kokosnuss über wertvolles Kokosöl, das die sogenannte Laurinsäure enthält. Diese stärkt die Abwehrkraft, indem sie schädigende Zellen zerstört, antiviral und antimikrobiell wirkt.

Neben gesunden Fettsäuren und Ballaststoffen bietet die Kokosnuss viel Kupfer. Kupfer ist im Körper für die Funktion der Neurotransmitter wichtig. Der Verzehr von Kokosnüssen unterstützt demnach die Funktion des Gehirns. Das enthaltene Kupfer hilft, die Neurotransmitter zu stärken und neu zu bilden. Somit kann die Kokosnuss ein hilfreiches Nahrungsmittel im Kampf gegen Alzheimer sein.

Neben dem gesunden Kokosnussöl und Kokosfleisch ist auch das Kokoswasser bedeutsam für die Gesundheit. Es enthält viele wertvolle Mineralstoffe, die für gesunde Körperfunktionen sorgen. Das Kokoswasser ist reich an Zink, Mangan, Eisen, Kalzium, Phosphor und Kalium. Außerdem enthält es Kupfer und Selen. Die Kokosnuss ist somit optimal, um verlorene Mineralstoffe im Körper schnell wieder aufzufüllen und neue Energie zu tanken.

Haselnuss

Weit verbreitet ist die widerstandsfähige Haselnuss. Diese Nusssorte bietet wichtige Mineralstoffe zum Schutz der Zellen und zum Fördern der Verdauung. Haselnüsse sind entsprechend reich an Ballaststoffen und Vitamin E. Essentielle Fettsäuren sind genauso enthalten wie Eisen, Kalzium, Phosphor sowie Zink. Insbesondere das E-Vitamin dient dem Immunsystem. Es wirkt gegen Entzündungsprozesse im Körper und hilft beim Erneuern von Zellen.

Als Nervennahrung ist die Haselnuss ideal. Das enthaltene Lecithin steigert die Konzentration und verbessert das Gedächtnis. Dies ist ebenfalls der Grund, weshalb Haselnüsse häufig in dem sogenannten Studentenfutter enthalten sind. Sie unterstützen die Leistungsfähigkeit des Gehirns und des Nervensystems. Besonders als Bestandteil von Brotaufstrichen ist die Haselnuss beliebt.

Allergiker sollten vorsichtig sein. Insbesondere jene, die gegen Birkenpollen allergisch sind. Denn der Verzehr von Haselnüssen kann bei Personen mit einer Birkenpollenallergie zu einer Kreuzreaktion führen. Solch eine Reaktion ist auf die ähnlichen Allergenen in Birkenpollen und Haselnüssen zurückzuführen.

Paranüsse

Der im Regenwald beheimatete Paranussbaum ist eigenwillig: Der Baum wächst ausschließlich wild und lässt sich nicht „mal eben“ kultivieren. Es dauert rund ein Jahrzehnt bis ein solcher Baum die ersten Nüsse abwirft. Allerdings fällt dabei die reiche Ernte im Januar oder Februar – während der Regenzeit – positiv ins Gewicht. Denn eine Frucht von einem Baum enthält bereits bis maximal 16 Nüsse. Die Paranuss zeichnet sich vor allem durch ihren süßlichen, an Mandeln erinnernden Geschmack aus.

Die Paranuss benötigt einen stabilen Nussknacker, da die Schale dieser Nusssorte besonders robust und hart ist. Darunter jedoch verbirgt sich die wertvolle Nuss: Sie enthält viele gesunde Fette und Proteine, sodass sie besser in Maßen genossen werden. Daneben befindet sich in der Paranuss ein hoher Anteil des Mineralstoffs Selen. Dieser ist essenziell für den Schutz der Zellen. Viele Enzyme sind auf Selen angewiesen, sodass der Nährstoff gut für die Abwehrkräfte ist. Außerdem ergänzen etliche Aminosäuren die gesunde Wirksamkeit der Paranuss.

Pekannüsse

Pekannüsse sind vor allem zur kalten Jahreszeit beliebt und gesund. Sie enthalten viele wertvolle Mineralstoffe und helfen so, dem Körper gesund zu bleiben. Bereits die amerikanischen Ureinwohner wissen den gesundheitlichen Nutzen der Nüsse zu schätzen und sogar Astronauten nehmen Pekannüsse mit ins All. Proteine, Vitamin A sowie viele B-Vitamine wirken sich positiv auf sämtliche Bereiche des Körpers aus: Sie schützen die Sehkraft sowie die Schleimhäute und sorgen für starke Nerven und belastbare Muskeln. Außerdem verhelfen Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Phosphor sowie Kalzium und Kalium zu gesunde Knochen und Zähnen.

Nicht zuletzt enthalten Pekannüsse ebenfalls einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, die den Kreislauf mitsamt der Gefäße und dem Herzen schützen. Abschließend sind Pekannüsse reich an Ballaststoffen und Selen. Beides ist gut für die Stoffwechselfunktion. Einerseits hilft Selen dabei, den Körper zu entgiften und von Schadstoffen, wie beispielsweise Schwermetallen, zu befreien. Andererseits unterstützen Ballaststoffe die gesunde Darmtätigkeit.

Pistazien

Die blassgrünen Pistazien ähneln anhand ihrer Inhaltsstoffe den Cashews. Außerdem verbergen sich in den kleinen Nüssen gesundes Eiweiß sowie Phosphor und Kalzium. Aufgrund der gesunden Eigenschaften bieten die Pistazien dem Körper wichtige Bausteine, um die Zähne und Knochen zu stärken sowie positiv auf den Cholesterinspiegel einzuwirken.

Die aus dem nahen Osten stammende Pistazie besteht aus einem Kern, der von einer Schale umhüllt ist. Im Handel sind die Pistazien vorwiegend geschält, ungeschält, gesalzen oder geröstet erhältlich. Zudem ist die Nuss ein fester Bestandteil anderer Nahrungsmittel (z. B. Mortadella, Mozartkugeln Speiseeis ...).

Mandeln

Mandeln sind vor allem als Backzutat geschätzt. Dabei sind die Steinfrüchte sowohl lecker als auch gesund! Sie enthalten hohe Mengen Vitamin E und zahlreiche B-Vitamine. Dadurch schützen die Früchte die Körperzellen, Blutgefäße und das Herz. Daneben sorgen die enthaltenen B-Vitamine für eine verbesserte Konzentration und Leistungsfähigkeit. Ebenso wie andere Nusssorten sind Mandeln reich an gesunden, ungesättigten Fettsäuren, Magnesium, Eisen, Kalzium und Kalium. All diese Mineralstoffe stärken die Immunabwehr, verbessern den Blutfluss und helfen, die Muskeln, das Herz und die Gefäße gesund zu erhalten.

Inzwischen wird vermutet, dass die Mandel in der Lage ist, den Insulinspiegel zu senken und dadurch die Gefäßwände zu schützen. Neben dem Schutz von Herzen und Gefäßen bieten Mandeln den Vorteil, dass sie Probiotika enthalten. Diese schützen den Darm und fördern die Verdauung. Die gesunden Mandeln lassen sich ideal zum Backen, als Snack, zu Brotaufstrichen oder in Müslis und vielen weiteren Speisen nutzen.

Macadamia

Die Macadamianuss gilt als die Königin der Nüsse. Sie stammt ursprünglich aus Australien, wo sie 1881 in Queensland entdeckt wurde. Die Macadamianuss verfügt über einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, wodurch sie zusammen mit den anderen Inhaltsstoffen zu einem kleinen Kraftpaket anmutet. Diese Nuss ist gesund und bietet einen erlesenen Geschmack. Zusätzlich hilft die Macadamianuss, Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden und schädliches Cholesterin zu verringern.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Nusssorten des Macadamianussbaumes. Lediglich zwei davon sind tatsächlich essbar. Die anderen beiden Sorten schmecken sehr bitter und brauchen eine zusätzliche Behandlung, um genießbar zu sein. Im Handel sind die Nüsse vor allem geschält erhältlich. Dabei sind sie unbehandelt zu bekommen sowie in einer weiterverarbeiteten Form. Die Macadamianuss lässt sich mit eine Schokoladenüberzug ebenso genießen wie gesalzen, geröstet oder gewürzt.

Walnuss

Die beliebte Walnuss enthält rund 60 Prozent Fettanteil. Dadurch steigt das Körpergewicht bei einer zu hohen Verzehrmenge unter Umständen rasant an. Im Allgemeinen gilt für die gesunde Walnuss der Rat: Täglich genügen ungefähr acht Nüsse. Dabei wirken auch die Walnüsse so wie alle anderen Nusssorten kräftigend auf das Herz ein. Entzündliche Prozesse im Körper lassen sich aufgrund der enthaltenen Mineralstoffe ebenfalls hemmen.

Verantwortlich für diese Wirkungen ist die sogenannte Alpha-Linolensäure. Walnüsse enthalten im Vergleich zu allen anderen Nüssen am meisten von diesem Nährstoff. Dieser Nährstoff zählt zu der Gruppe der Omega-3-Fettsäuren und ist mitverantwortlich für den Zellaufbau. Insgesamt wurde der gesundheitliche Nutzen der Walnüsse von Experten nachgewiesen. Demnach schützen die Nüsse vor Diabetes und Prostatakrebs. Zugleich verhindern sie hohen Blutdruck und verbessern den Blutfluss in den Gefäßen.

Fazit – Sind Nüsse gesund?

Obwohl verschiedene Nusssorten in den letzten Jahren immer wieder als Dickmacher galten, kommen verstärkt Studien zu gegenteiligen Ergebnissen. Viele Forschungen konnten den positiven Einfluss auf die Gesundheit nachweisen. Zwar sollten Nüsse stets in Maßen verzehrt werden, um nicht zuzunehmen. Dennoch sorgen der hohe Anteil gesunder Fette zusammen mit wichtigen Nährstoffen und Proteinen dafür, dass der Körper gesund und leistungsfähig bleibt. Somit sind Nüsse ideale Lebensmittel, um fit zu bleiben und die Gesundheit zu fördern.

 

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